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Glarus Nord ist die erste Fair Trade Town der Schweiz!

12. Februar 2016
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Der Präsident von Swiss Fair Trade, Tobias Meier, hat heute dem Gemeindepräsidenten von Glarus Nord, Martin Laupper (FDP), die Auszeichnung Fair Trade Town überreicht. Damit honoriert der Dachverband der Fair Trade Organisationen der Schweiz das Engagement der Gemeinde für den Fairen Handel. Glarus Nord ist die erste Fair Trade Town der Schweiz.

Wir gratulieren und freuen uns mit der Gemeinde!

 
Swiss Fair Trade, der Dachverband der Fair Trade-Organisationen der Schweiz, hat heute an einer würdigen Veranstaltung der Gemeinde Glarus Nord die Auszeichnung Fair Trade Town überreicht. Diesen Titel hat sich Glarus Nord für das Engagement für den Fairen Handel verdient. Swiss Fair Trade freut sich über den Einsatz aus allen Teilen der Gemeinde für die Verbesserung der Lebens-und Arbeitsbedingungen Tausender Menschen im Weltsüden und gratuliert herzlich zur Auszeichnung als erste Fair Trade Town der Schweiz.
 
«Bei aller Bescheidenheit sind wir sehr stolz darauf, die erste Fair Trade Town der Schweiz zu sein. Für unser Engagement für den Fairen Handel ist dies erst das erste Etappenziel», freut sich Gemeindepräsident Martin Laupper als er die Gratulation von Tobias Meier, Präsident Swiss Fair Trade, entgegen nimmt.
 
Die Gemeinde hat es geschafft, innerhalb von nur drei Monaten die für die Auszeichnung geforderten Kriterien zu erfüllen. Dafür hat Glarus Nord beim lokalen Gewerbe einerseits das bereits vorhandene Angebot an Produkten aus Fairem Handel abgeklärt und andererseits die Betriebe animiert, solche anzubieten. Die Reaktionen aus dem Gewerbe waren äusserst positiv und erfreulicherweise bestand bereits ein beachtliches Angebot an Fair Trade-Produkten.
 
Heute können in Glarus Nord Kunden/-innen, Gäste, Arbeitnehmende, Schüler/-innen, Tennisspieler/-innen usw. von einem vielfältigen Angebot an Produkten aus Fairem Handel profitieren: vom Kaffee, Tee und Saft über den Zucker, Honig und Schokolade bis hin zu Bananen, Datteln, Früchteriegel, Nüssen und vielem mehr. Aus welchen Gründen und wie gut die Auszeichnung Fair Trade Town auch in der Privatwirtschaft bei KMU ankommt, beschreibt Herr Reto Cossalter der glit GmbH: «Wir sind ein lokal verwurzeltes Unternehmen, unsere Dienstleistung und Wertschöpfung bleibt hier in der Schweiz. Aber wir wollen auch etwas weitergeben, Verantwortung übernehmen. Wir sind eine kleine Firma und können uns daher vielleicht auch ein wenig mit Kleinbauern, die unter dem Druck des Weltmarktes stehen, identifizieren.»
 
Es zeigte sich, dass das lokale Gewerbe, aber auch die Bevölkerung gemeinsam an einem Strang ziehen wollen mit dem Ziel, einen nachhaltigen Beitrag für die Bekämpfung der weltweiten Armut zu leisten. Fritz Brugger, Mitglied der Arbeitsgruppe, äussert sich folgendermassen zum Projekt: «Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass wir Verantwortung dafür übernehmen wie Produkte, die wir hier verwenden, hergestellt werden. Arbeits- und Lebensbedingungen, die für uns selbstverständlich sind, müssen auch für die Menschen im Weltsüden, die Produzent/-innen, gelten.» Als Fair Trade Town übernimmt Glarus Nord eine besondere Verantwortung in der Sensibilisierung der hiesigen Bevölkerung für die Bedeutung des Fairen Handels.
Die Gemeinde Glarus Nord tut Gutes und wird damit der Rolle des Kantons Glarus als Pionierkanton einmal mehr gerecht. Bereits das erste Fabrikgesetz der Schweiz wurde hier erlassen und Glarus Nord spannt mit der Auszeichnung Fair Trade Town jetzt den Bogen zu den Arbeitsbedingungen der Fabrik- und Plantagenarbeiter/-innen im Weltsüden.
 
Weitere Gemeinden - allen voran Zweisimmen – sind bereits in den Startlöchern Fair Trade Town zu werden, und damit dem Beispiel von Glarus Nord zu folgen.
 

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