«Your Town, Our World»: Rückblick auf die 18. Internationale Fair Trade Towns Konferenz 2025 in Edinburgh

8. September 2025

Am 30. und 31. August 2025 nahm Jennifer Baldissera, Mitglied der Arbeitsgruppe Fair Trade Town Amriswil, an der 18. Internationalen Fair Trade Towns-Konferenz in Edinburgh zum Thema «Your Town, Our World» teil. Über 240 Teilnehmende aus 27 Ländern kamen zusammen, um sich über die Rolle lokaler Fair-Trade-Gemeinschaften und ihren Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) auszutauschen.

Your Town, Our World: Fair Trade Communities & Local Action to achieve the Sustainable Development Goals

Am 30. und 31. August 2025 durfte ich, Jennifer Baldissera, Mitglied der Arbeitsgruppe Fair Trade Town Amriswil, an der 18. Internationalen Fair Trade Towns Konferenz in Edinburgh teilnehmen. Unter dem Motto Your Town, Our World: Fair Trade Communities & Local Action to achieve the Sustainable Development Goals kamen über 240 Teilnehmende aus 27 Ländern zusammen. Es war beeindruckend zu erleben, wie stark die Bewegung weltweit ist und wie sehr sie gemeinsam zur Umsetzung der Agenda 2030 beitragen will. Besonders spürbar war: Nur durch Zusammenarbeit, lokal wie global, kann eine gerechtere Zukunft gestaltet werden.

Ein besonderes Highlight für mich war der Austausch mit Produzent:innen aus dem Globalen Süden. Cristina Sotomayor, Projektkoordinatorin bei Hope Jewellery in Peru, zeigte eindrücklich, dass Fair Trade weit über Standards hinausgeht. Sie erklärte, wie ihr Projekt durch die Umsetzung von SDG 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) gleichzeitig zu vielen weiteren Zielen beiträgt.

Sehr spannend fand ich auch die Diskussionen zur Jugendbeteiligung. Peter Gilchrist vom YMCA Scotland machte deutlich, dass Engagement dort beginnt, wo junge Menschen in ihrem Alltag stehen. Von dort aus lässt sich Solidarität und globales Denken aufbauen. Besonders wichtig fand ich seine Forderung, jungen Menschen echte Mitbestimmung zu ermöglichen und ihnen ihre „Power“ zurückzugeben, anstatt nur symbolische Beteiligung anzubieten.

Die Konferenz zeigte mir auch, wie entscheidend Kooperationen sind. Fair Trade Towns dürfen nicht isoliert arbeiten. Nationale Zusammenarbeit und internationaler Austausch sind der Schlüssel, um Wirkung zu verstärken. Beispiele aus Polen, Peru und Südafrika haben mir eindrucksvoll vor Augen geführt, wie durch lokale Initiativen neue Bildungsangebote, Jugendzentren und Wertschöpfungsketten entstehen können.

Mit Blick in die Zukunft wird die nächste Konferenz 2026 in Belgien stattfinden. Besonders spannend finde ich die Vorgabe, dass jede Delegation mindestens eine Person unter 30 Jahren mitbringen soll. Ein klares Zeichen dafür, dass junge Menschen nicht nur Thema, sondern auch Gestalter:innen der Bewegung sein sollen.

Für mich persönlich war die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, neue Impulse aufzunehmen. Besonders nehme ich mit, wie eng Fair Trade mit den SDGs verknüpft ist und wie wichtig es ist, junge Menschen stärker einzubeziehen. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass wir in der Schweiz noch enger zusammenarbeiten müssen, um Kräfte zu bündeln und sichtbarer zu werden und dass wir den internationalen Austausch intensivieren sollten, damit erfolgreiche Ansätze weltweit geteilt werden können.

Die Konferenz hat mir eindrücklich gezeigt: Your Town, Our World ist gelebte Realität. Lokale Fair Trade Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zu einer gerechteren, nachhaltigeren Zukunft und ich bin stolz, Teil davon gewesen zu sein.

Jennifer Baldissera, Mitglied der Arbeitsgruppe Fair Trade Town Amriswil

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