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Label-Dschungel?

Vendredi, 28 octobre 2016
FTT Team
Vendredi, 28 octobre 2016
FTT Team

Riehener Zeitung

Label-Dschungel?

Achten Sie beim Einkaufen auf fairen Fischfang, auf Biobaumwolle, auf Hinweise lokaler Produktion? Kommen Sie noch draus mit den diversen Labels?

Die Vielfältigkeit bei den Kennzeichnungen von Waren hat in den letzten Jahren zugenommen. Diese Labels sind dazu da, Zusatzinformationen zur Qualität von Produkten oder Dienstleistungen aufzuzeigen und markieren definierte Anforderungen. Oft, ohne dass wir im Detail wissen, wie diese Anforderungen genau festgelegt sind, gehen wir davon aus, dass sie einen Mehrwert an Umweltschutz, Tierschutz oder fairen Arbeitsbedingungen beinhalten. Wer sich also bewusst für Nachhaltigkeit einsetzen will, braucht Orientierungshilfen.

Die Informationsstelle für Umwelt- und Soziallabels Labelinfo (www.labelinfo.ch) setzt sich zum Ziel, objektive Informationen und Entscheidungsgrundlagen für Konsumierende​ und für Produzenten
anzubieten und die Transparenz zu verbessern. Durch Kontakt zu Organisationen in anderen Ländern ist auch die internationale Relevanz gewährleistet. Labelinfo listet 135 Labels auf.

Vor einem Jahr erfolgte zum Beispiel eine Neubewertung der wichtigsten Labels im Lebensmittelbereich. Sie können die Resultate im Internet nachlesen: Von den 65 untersuchten Labels erhielt immerhin die Hälfte das Prädikat «ausgezeichnet» oder «sehr empfehlenswert».

Eine weitere interessante Adresse ist der Dachverband der Schweizer Fair-Trade-Organisationen, Swiss Fair Trade (www.swissfairtrade.ch). Auch hier geht es um Orientierungshilfen und um Informationsvermittlung. Zurzeit unterstützt zum Beispiel Swiss Fair Trade eine neue Zertifizierung: Gemeinden, die soziale und ökologische Verantwortung übernehmen, die einen Beitrag zur Bekämpfung weltweiter Armut leisten und generell eine nachhaltige Entwicklung verfolgen, können sich als Fair Trade Town bewerben. Ob Riehen schon auf der Liste steht ...?

Wir wissen, dass unsere Nachfrage, also das, was wir auswählen, einen Einfluss hat auf das Angebot. Und wir wollen als Konsumierende sozial gerechte und umweltschonende Bedingungen
unterstützen. Darum werden wir uns wohl auch weiter mit den Labels auseinandersetzen.

 

Caroline Schachenmann, Lokale Agenda 21 Riehen