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"Spass haben und sich für etwas einsetzten, das finde ich super!"

Wer steht hinter der Kampagne Fair Trade Town? Heute stellen wir euch unsere freiwillige Helferin Madlen Portmann in einem kurzen Interview vor.

 

 

Liebe Madlen, was verbindet dich mit dem Fairen Handel?
Schon als kleines Kind bin ich in den "3. Weltladen" gegangen, wie er damals noch hiess. Meine Mutter hat dort das Schaufenster dekoriert und ich ging oft mit. Einmal habe ich mich in der Toilette eingeschlossen und kam nicht mehr heraus, da die Tür klemmte :-) . Aber auch den Geruch des Ladens werde ich wohl nie vergessen: Jute, Kaffee und getrocknete Früchte.

Auch als Jugendliche habe ich mich für den fairen Handel interessiert und meine Maturarbeit über die Reise einer Jeans geschrieben. Insbesondere die faire Herstellung von Kleidern wurde mir immer wichtiger, je älter ich wurde. Ich nahm an fairen Modeshows teil (als Teilnehmerin und als Model), organisierte eine Nachhaltigkeitswoche und informierte mich über die EvB (Erklärung von Bern) zum Thema.

Spätestens mit dem Masterstudium weitere sich das Interesse auf Essen aus und durch meine Masterarbeit zu „Essen & Ernährung in der Stadt“ habe ich mich intensiv mit dem Thema nachhaltige Ernährung auseinandergesetzt.

 
Wie setzt du das in deinem alltäglichen Leben um?
Ich versuche in möglichst allen Lebensbereichen fair zu handeln. Das bedeutet für mich nicht nur, Dinge mit einem Label zu kaufen, sondern mir auch generell Gedanken zu meinem Konsum zu machen: Brauche ich ein neues Shirt oder ist mein Schrank sowieso voll davon? Muss ich eine Mango essen oder haben nicht Erdbeeren gerade Saison? Woher kommt das Material des Bettes von Ikea? Kann ich nicht stattdessen eines im Brocki kaufen?

Immer wenn ich Produkte aus Entwicklungsländer kaufe, versuche ich diese Fair Trade zu kaufen. Insbesondere Kakao, Kaffee, Tee und Trockenfrüchte kaufe ich aus Fairem Handel.
Auch spreche ich mit Freunden über das Thema und spreche sie auch darauf an, wenn sie ein Produkt kaufen, das nicht Fair Trade ist.

 
Was gefällt dir an der Kampagne Fair Trade Town?
Obwohl beispielsweise Fair Trade-Bananen in der Schweiz sehr verbreitet sind, glaube ich, dass viele nicht genau wissen, was Fairer Handel eigentlich heisst. Daher finde ich die Sensibilisierungsarbeit, die Fair Trade Town macht, sehr wichtig.
Ich mag die sympathischen Aktionen, die Passanten auf die Vielfalt der Fair Trade-Produkte und auf die Kampagne hinweisen. Da ich selbst gerne auf Leute zugehe und gerne bei abgefahrenen Aktionen mitmache, engagiere ich mich gerne für die Kampagne. Zusammen in der Gruppe Spass haben und sich für etwas einsetzen, das finde ich super! :-)
 

Herzlichen Dank für deinen tollen Einsatz, liebe Madlen!