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Fair-Trade-Produkte für Hotelgäste und Stadtverwaltung

Samstag, 3. September 2016
FTT Team
Samstag, 3. September 2016
FTT Team

Aargauer Zeitung, Aarau-Lenzburg-Zofingen

Der Stadtrat soll für Aarau das Label «Fair Trade Town» anstreben, respektive sich darum bewerben. Das ist das Ziel eines Postulates von Gabriela Suter (SP), Peter Jann (GLP) und drei Mitunterzeichnern von Pro Aarau, EVP/EW und Grünen. Was Aarau in energie- und klimapolitischer Hinsicht bereits erreicht habe (Aarau trägt das Label «Energiestadt»), sei auch für den fairen Handel wünschenswert, schreiben die Postulanten.

«Fair Trade Town» ist eine internationale Kampagne, die in 31 Ländern läuft und welche die Dachorganisation aller Schweizer Fair-Trade-Organisationen für die Schweiz adaptiert hat. Glarus Nord und Zweisimmen waren die ersten Schweizer Gemeinden, die 2016 mit dem Label ausgezeichnet wurden.

Die Kampagne hat einheitliche Kriterien für die Auszeichnung entwickelt, die teilweise von der Gemeinde, teilweise von Privaten erfüllt werden müssen.
Damit Aarau das Label erhält, muss sich die Stadt mit einem offiziellen Beschluss zum fairen Handel bekennen. In der Verwaltung muss es aber auch Fair-Trade-Kaffee und zwei weitere Fair-Trade-Produkte geben. Eine Arbeitsgruppe hat das Fair-Trade-Engagement zu koordinieren.
Detailhandel, Gastronomie und Hotellerie in der Stadt müssen eine bestimmte Anzahl Fair-Trade-Produkte anbieten. Ein Minimum an solchen müssen auch Schulen, Kitas, Alterszentren, Spitäler Vereine und Unternehmen verwenden. Mit mehreren Berichten pro Jahr muss der faire Handel der Bevölkerung nähergebracht werden. Ein solches Engagement, heisst es in der Begründung des Postulates, trage zu einem positiven Image der Stadt Aarau bei.